Die Bundeskonferenz Pflegemarkt begann mit einer Kontroverse. Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, präsentierte den Teilnehmern eine Zwischenbilanz der Notengebung für Pflegeheime. Die Ergebnisse und die Systematik der so genannten Transparenzberichte, aber auch notwendige Korrekturen und Weiterentwicklungen der Prüfungen, wurden anschließend intensiv und zum Teil erregt diskutiert.
Die Schulnoten für Pflegeheime gaben der Konferenz ihre Überschrift und bildeten den Auftakt der Düsseldorfer Tagung. Ihr Ziel war es, die die Erbringung und Ermöglichung von Qualität in den Einrichtungen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten und zu diskutieren und dies vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen an die Heime und steigender Ansprüche von Bewohnern, Angehörigen sowie Gesetzgeber und Kostenträgern.
Den Schlusspunkt der Konferenz bildete dann eine Präsentation von Privatdozentin Dr. Barbara Thies von der Universität Vechta. Sie präsentierte die Ergebnisse einer repräsentativen Studie mit 1.000 Befragten im Auftrag der Alloheim Senioren-Residenzen. Abgefragt wurden darin die Erwartungen und Einstellungen künftiger Pflegeheimbewohner. Die spannenden Ergebnisse können Betreibern wichtige Informationen über erfolgreiches Verhalten im Markt vermitteln.
Eine gekürzte Version der Präsentation, die Zwischenbilanz von Dr. Pick und weitere Präsentationen finden Sie hier.
Die jährliche Bundeskonferenz Pflegemarkt mit dem festen Tagungsort Düsseldorf ist für eine begrenzte Teilnehmerzahl von 120 bis 150 Personen konzipiert. Denn sie will qualitative Kontakte ermöglichen und keine anonyme Großveranstaltung sein. Wegen der großen Nachfrage hatten sich die Veranstalter aber entschlossen, 170 Anmeldungen anzunehmen, da einige Besucher nur an jeweils einem der beiden Konferenztage teilnehmen konnten. Dennoch war es nicht möglich, alle Anmeldungen zur Konferenz zu berücksichtigen.
Rund 60 Prozent der Konferenz-Teilnehmer waren Betreiber und Leiter stationärer Pflegeeinrichtungen, die anderen 40 Prozent setzten sich aus Vertretern von Industrie, Dienstleistung, Finanzwirtschaft, Beratung, Wissenschaft etc. zusammen. Damit war eine gute Mischung gegeben, die von den Anwesenden zu intensivem Austausch, dem Knüpfen neuer Kontakte und perspektivischen Kooperationen genutzt wurde.
Erstmals gab es bei der Bundeskonferenz für die Teilnehmer und Referenten ein gemeinsames Dinner und ein get together am Abend. Daran nahmen rund 110 Interessierte teil. Die neu hinzugekommene Abendveranstaltung war das Resultat der Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr, um abseits der inhaltlichen Fachdiskussionen , mehr Raum für Begegnungen und Austausch zu schaffen. Wegen der großen Akzeptanz und positiven Resonanz, wird die Abendveranstaltung auch bei der Bundeskonferenz Pflegemarkt 2011 fester Bestandteil des Programms sein.
Die Bundeskonferenz ist eine offene Netzwerkveranstaltung, an der sich Interessierte als Partner und Unterstützung und mit inhaltlichen Beiträgen beteiligen können. Partner und Unterstützer der Konferenz waren in diesem Jahr: Dekra, B Braun, Alloheim Senioren-Residenzen, SCA, Ecolab, Simmons & Simmons, Euvis, kma medien im Thieme Verlag, Vita Nova und der Verband deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB).